Für die Grasskifahrer standen in den letzten beiden Wochen die Saisonhighlights mit der Weltmeisterschaft in Tschechien und dem Weltcupfinale in Italien an. Mirko Hüppi vom GSC Escholzmatt-Marbach konnte bei der WM eine Medaille mit nach Hause nehmen.
Vom 25.-30. August 2025 fand die Grasski-Weltmeisterschaft im tschechischen Stitna nad Vlari statt. Gleichzeitig wurde dort die Junioren-WM, jedoch ohne Schweizer Beteiligung, ausgetragen. Der Ostschweizer Mirko Hüppi, startend für den Grasskiclub Escholzmatt-Marbach, gehörte bei den Titelkämpfen klar zu den Medaillenanwärtern.
Gestartet wurde die WM mit dem Riesenslalom. Mirko Hüppi kam in beiden Läufen nicht auf Touren und musste sich mit Rang 15 begnügen. Die Medaillen gingen an Andrea Iori und Lorenzo Gritti (beide Italien) sowie Marcel Knapp aus Deutschland.
Ähnlich präsentierte sich das Podest im WM Super-G. Andrea Iori krönte sich zum Doppelweltmeister vor dem Tschechen Vaclav Knor und Lorenzo Gritti. Mirko Hüppi fuhr bei engen Zeitabständen auf Rang 8.
Bronze für Hüppi in der Superkombination
Am folgenden Tag ging es an der WM mit der Superkombination weiter. Mirko Hüppi, der in dieser Disziplin für starke Leistungen bekannt ist, positionierte sich bereits im Super-G in Lauerstellung auf Rang 7. Im anschliessenden Slalom erreichte er mit einer angriffigen Fahrt die zweite Laufzeit und schob sich an einigen Konkurrenten vorbei; Hüppi reichte es in der Endabrechnung zu Bronze und er erzielte die ersehnte Medaille. Nur 19 Hundertstelsekunden fehlten ihm auf den Sieger Lorenzo Gritti. Der Tscheche Martin Bartak gewann Silber.
Zum Schluss der WM fand der Slalom statt. Leider lief es Mirko Hüppi - wie bereits zu Beginn der Woche - nicht ganz nach Wunsch und er wurde Achter. Der Italiener Filippo Zamboni siegte vor Martin Bartak und Jan Borak (Tschechien).
Zuberbühler wird Überraschungssieger
Nur eine Woche später ging es für Mirko Hüppi und seinen Teamkollegen Ralph Zuberbühler zum Weltcupfinale nach Tambre in Italien. Bereits im Super-G am ersten Wettkampftag gab es eine kleine Sensation. Der Ostschweizer Ralph Zuberbühler, der bislang noch keine Topplatzierungen erreichen konnte, fuhr mit der vorletzten Startnummer überraschend zum Sieg vor Andrea Iori (Italien) und Daniel Blaha (Tschechien). Mit Mirko Hüppi auf Rang 5 gelang dem Schweizer Team ein tolles Mannschaftsresultat. Auch im Riesenslalom am Samstag zeigten beide Schweizer starke Fahrten. Mirko Hüppi verfehlte als Vierter das Podest nur knapp; Ralph Zuberbühler wurde beim Sieg von Lorenzo Gritti Siebter.
Der Slalom am Sonntag bedeutete gleichzeitig das letzte Rennen im Kampf um die Weltcup-Disziplinenwertungen und die grosse Kristallkugel. Auch hier war das Glück nicht auf Hüppis Seite. Zum wiederholten Male landete er als Vierter neben dem Podest. Sieger wurde der Italiener Filippo Zamboni vor seinem Teamkollegen Daniele Buio und Jan Borak; Ralph Zuberbühler erzielte Rang 17.
Im Gesamtweltcup zeigte sich ein ähnliches Bild. Mirko Hüppi erreichte in den Disziplinenwertungen Slalom und Superkombination den dritten resp. zweiten Rang; im Gesamtweltcup blieb ihm als Vierter das Podest um 10 Punkte verwehrt. Gesamtweltcupsieger wurde der Tscheche Martin Bartak vor Andrea Iori und Marcel Knapp. Ralph Zuberbühler erreichte den 19. Schlussrang. Bei den Damen gab es bis zum Schluss ein Kopf-an-Kopf-Rennen, wobei sich die Österreicherin Lara Teynor gegen die Vorjahressiegerin Eliska Rejchrtova aus Tschechien durchsetzte.
Anna Lena Portmann (alp)