Mirko Hüppi gewinnt Super-G Wertung
Von Anfang Juli bis Mitte September waren die Grasskifahrer bei mehreren Weltcuprennen im Einsatz. Mirko Hüppi konnte dabei seinen zweiten Saisonsieg erzielen und noch weitere Podestplätze herausfahren. Dem Escholzmatter Martin Schacher gelang kein Exploit.
Die Grasskifahrer beendeten Mitte September mit dem Weltcup-Finale im italienischen Sauris ihre Saison. Einige Erfolge konnte in der zweiten Saisonhälfte vor allem der Ostschweizer Mirko Hüppi feiern.
Weltcupsieg für Mirko Hüppi in Tschechien
Anfang Juli gelang Mirko Hüppi im ersten Slalom von Predklasteri sein zweiter Saisonsieg. Er verwies den Tschechen Martin Bartak und den Italiener Filippo Zamboni auf die Ränge zwei und drei. Der Escholzmatter Martin Schacher zeigte sich kämpferisch und beendete das Rennen auf Rang 21. Der zweite Slalom war geprägt von vielen Ausfällen. Auch die Schweizer Athleten schieden aus. Mirko Hüppi verlor wichtige Punkte im Gesamtweltcup und Martin Bartak baute seinen Vorsprung aus.
Vorbereitung auf der Marbachegg
Während einer längeren Wettkampfpause bereiteten sich die Elite-Fahrer auf der Marbachegg auf den Heimweltcup vor. Unterstützt wurden sie dabei von Stefan Portmann. Auch der Nachwuchs trainierte gleichzeitig.
Alles war bereit für den 11. Grasski-Weltcup auf der Marbachegg Anfang August. Doch beide Rennen konnten aufgrund der schlechten Sicht wegen Nebels nicht durchgeführt werden. Besonders bitter für das Team, da ihnen auf der Heimpiste immer gute Resultate gelingen.
Ende August folgten drei weitere Weltcuprennen im Iran. Diese fanden jedoch ohne Schweizer Beteiligung statt.
Podest im italienischen Cortina d’Ampezzo
Weiter ging es Anfang September mit dem vorletzten Weltcupwochenende im bekannten italienischen Skiort Cortina d’Ampezzo.
Voller Motivation nach der langen Pause erzielten im Riesenslalom beim Sieg von Martin Bartak, Mirko Hüppi Rang fünf und Martin Schacher Rang 21.
Sein Potenzial zeigte Mirko Hüppi im Super-G vom Sonntag. Er klassierte sich hinter dem Italiener Lorenzo Gritti auf dem zweiten Rang. Der Tscheche Ales Knor komplettierte als Dritter das Podest. Martin Schacher beendete das Rennen auf Rang 29.
Hüppi gewinnt Super-G Wertung
Vom 9.-11. September fand zum Schluss der Saison das Weltcup-Finale im italienischen Sauris statt. Beim ersten Wettbewerb, dem Riesenslalom, fuhr Mirko Hüppi auf Rang sechs. Martin Schacher machte mit einem starken zweiten Lauf einen Sprung auf Rang 23 und Ralph Zuberbühler platzierte sich auf Rang 26. Es gewann Martin Bartak.
Am Samstag gab es im Slalom mit dem tschechischen Sieger Jan Borak eine kleine Überraschung. Mirko Hüppi lag nach dem ersten Lauf auf dem aussichtsreichen dritten Zwischenrang; er musste jedoch im zweiten Lauf einen Ausfall hinnehmen. Martin Schacher erreichte Rang 23.
Seine Top-Form im Super-G machte Mirko Hüppi im abschliessenden Super-G deutlich.
Er musste dem Sieger Ales Knor knapp den Vortritt lassen und erreichte zum Schluss mit dem zweiten Rang einen weiteren Podestplatz. Der Österreicher Leopold Schön wurde Dritter. Ralph Zuberbühler musste wegen Knieproblemen die meisten Rennen auslassen, erreichte mit dem 21. Rang jedoch einen versöhnlichen Saisonabschluss.
Anders verlief der letzte Renntag für Martin Schacher. Wegen einem Sturz im Training konnte er im Super-G nicht an den Start gehen.
Durch die herausragenden Leistungen in den Super-G Rennen entschied Mirko Hüppi die Super-G Wertung einen Punkt vor Lorenzo Gritti für sich und dass, obwohl er einen Super-G im Iran ausgelassen hatte.
Gesamtweltcupsiege für Tschechien
In überlegener Manier krönte sich Martin Bartak zum Gesamtweltcupsieger 2022. Mirko Hüppi erreichte den fünften Schlussrang. Beim letzten Rennen der Saison überflügelte die Tschechin Eliska Rejchrtova noch ihre Landsfrau Aneta Koryntova und feierte verdient ihren ersten Sieg als Gesamtweltcupsiegerin.
Eine grosse Veränderung war für das Schweizer Team sicherlich, dass sie in dieser Saison nach dem Rücktritt von Clemens Caderas erstmals ohne Trainer unterwegs waren. Die Trainings wurden selbst organisiert und auch bei den Rennen waren sie mehrheitlich auf sich gestellt. Dies bedeutete für die Athleten einen erheblichen Mehraufwand.
Durch die vielen Ausfälle und damit verpassten Chancen sind weder Mirko Hüppi noch Martin Schacher mit der Saison zufrieden. Es bleibt zu hoffen, dass bezüglich Betreuung für nächsten Sommer eine Lösung gefunden werden kann, denn beide werden voraussichtlich ihre letzte Saison bestreiten.
Grasski Weltcup-Finale 2023 auf der Marbachegg
Der Grasskiclub Escholzmatt-Marbach hat sich daher zurecht für die Durchführung des Grasski Weltcup-Finales 2023 beworben. Im Sommer wurden seitens des Grasskiclubs wieder einige Schnupperkurse durchgeführt und bei der SwissPass Smile Challenge in Schindellegi ein Grasski-Posten angeboten.
1. Oktober 2022 Anna Lena Portmann (alp)
Foto: Robert Hetfleisch


